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Bestimmen Sie Ihren digitalen Standort

Bestimmen Sie den digitalen Standort Ihres Unternehmens. Stellen Sie Nutzen und Aufwände gegeneinander. Individuell und detailliert. Neutral und unabhängig von vorgefassten Meinungen oder spezifischen Interessen.

Wo stehe ich? Ist eine Teilnahme in digitalen Netzen für mein Unternehmen notwendig? Stellen Sie diese Frage drei Fachleuten, dann werden Sie spontan fünf Meinungen bekommen: „Ja“, „Nein“, „vielleicht“, „demnächst“, „muss man testen“. Die Frage ist nicht einfach aus dem Bauch heraus zu beantworten.

Betrachten wir also Nutzen und Aufwände möglichst neutral und emotionslos. Die folgenden Fragen sollen Ihnen helfen, Ihren „kategorischen Instinktiv“ etwas zu testen. Auf dieser Basis können Sie entscheiden, ob Sie in eine detaillierte Planung einsteigen wollen.

Ideale Voraussetzung für die neutrale Entscheidung natürlich ist ein gewisser Kenntnisstand über die Möglichkeiten digitaler Netze. Das Wichtigste ist die Erkenntnis, dass es sich bei digitalen Netzen NICHT um einen neuen Werbekanal handelt. Es handelt sich um einen zusätzlichen Kundenkontaktpunkt, der in seinen Anforderungen und der Relevanz direkt gleichzustellen ist mit dem persönlichen Gespräch eines Vertriebsbeauftragten, eines Servicemitarbeiters oder eines telefonischen Kontaktpunkts.

1. Teil: Nutzenbetrachtung

Nach meiner Erfahrung ist es nicht einfach, den Vorteil digitaler Netze zu erkennen, wenn man sie selbst noch nicht aktiv nutzt. Es gibt auch keinen „Generalvorteil“, den man einfach benennen und berechnen könnte. Daher die Nutzenbetrachtung hier als einfaches Gedankenexperiment:

Stellen Sie sich soziale Netze wie einen großen Raum vor, in dem Ihre Kunden und Geschäftspartner sitzen. Die Türen sind offen, Interessenten können eintreten und es sind schon einige da (wenn Sie möchten, können Sie den Zutritt auch begrenzen oder einschränken).

Man stellt Fragen, diskutiert offen, sowohl mit Ihnen als auch untereinander. Man hilft sich gegenseitig, spricht Empfehlungen aus, und ist auch mal kritisch. Einige diskutieren sehr ausführlich die Details, andere sind an den Grundlagen interessiert. Manche gehen schnell wieder, andere sind sehr gerne da und kommen auch immer wieder.

Alle Teilnehmer vereint das Interesse am Gespräch und am gemeinsamen Erkenntnisgewinn. Beim ersten Werbespot, den Sie zeigen, steht daher mindestens ein Drittel auf und geht in einen anderen Raum, in dem ein anderes Unternehmen seine Präsenz hat.

Nun beantworten Sie für sich die folgenden Fragen:

  • Wie würden Sie einen solchen Raum für Ihr Unternehmen nutzen?
  • Welches aktuelle Problem Ihrer Marke würden Sie in diesem Raum lösen wollen?
  • Was könnten Sie hier – zusätzlich zu ihren bereits existierenden Kundenkontaktpunkten – für das Unternehmen erreichen?
  • Welche Ihrer Mitarbeiter würden Sie hier einsetzen, und was wäre deren Aufgabe?

Denken Sie lieber etwas weiter und größer. Es gibt Unternehmen, die neue Produkte in digitalen Netzen entwickeln, neue Kampagnen erschaffen, oder Möglichkeiten der Anschubfinanzierung zur Entwicklung neuer Produkte finden. Immer gemeinsam mit ihren Kunden. Was können Sie sich vorstellen, und was wäre der ideale Nutzen für Ihr Unternehmen? Benennen Sie ihn!

2. Teil: Aufwand

Nun beginnt jedes große Projekt mit kleinen Schritten. Und der erste Schritt ist, den Raum herzurichten für das, was Sie darin vorhaben. Diesen Aufwand kann man recht gut abschätzen, auch ohne viel Erfahrung. Beantworten Sie für sich die folgenden Fragen:

Wie ist der Wissensstand über digitale Netze im Unternehmen?
Oft existiert bereits Erfahrung in sozialen Netzen bei Ihren Mitarbeitern, die Sie nutzen können. Und nicht nur bei den Jüngeren. Ermitteln Sie diesen Wissensstand und Sie bekommen ein Gefühl dafür, welche Schulungsaufwände Sie für einen Projektstart mit wenigen Mitarbeitern, aber aus unterschiedlicher Abteilungen, einplanen müssen.

Wie ist die vorhandene Kommunikationsstruktur zu bewerten?
Betreibt Ihr Unternehmen eine eher zentralistische Informationspolitik mit einem Verantwortlichen, der die gesamte Kommunikation nach außen kontrolliert und genehmigt? Oder erlauben Sie einzelnen Mitarbeitern, im Rahmen ihrer Aufgaben eigenverantwortlich kommunikativ nach außen tätig zu sein? Eine zentralistische Kommunikation in digitalen Netzen aufrechtzuerhalten ist fast unmöglich, da es die zeitlichen Möglichkeiten des Verantwortlichen sprengt. Die Verteilung der Verantwortung würde also zusätzliche Vorbereitungen und strukturelle Veränderungen erfordern, die Sie berücksichtigen sollten, damit Sie die Kontrolle behalten.

Wie ist die Unternehmenskultur zu bewerten?
Eine offene und innovative Unternehmenskultur spiegelt sich oft auch in der internen Kommunikation wieder. Ebenso wie die Verfügbarkeit moderner Kommunikationsmittel, die die Koordination der einzelnen Abteilungen erleichtern und beschleunigen. In digitalen Netzen ist die schnelle und fundierte Antwort auf eine Kundenfrage der Schlüssel zum Erfolg. Je intensiver Ihre Mitarbeiter heute schon miteinander und abteilungsübergreifend kommunizieren, desto einfacher werden Kommunikationsmaßnahmen in digitalen Netzen erfolgreich umsetzbar sein.

Wie sind die Ansprüche der Kunden an den Dialog mit dem Unternehmen?
Anders gefragt: wie fordernd ist Ihr Kunde heute schon? Ist Ihr Produkt hochkompliziert, oder ist mit drei Antworten alles gesagt? Die heutigen Ansprüche Ihrer Kunden werden sich in digitalen Netzen eher noch steigern. Wer von Ihren Mitarbeitern heute schon mit dem Kunden persönlich spricht, sollte in die zukünftige Kommunikation in digitalen Netzen mit eingeplant und eingebunden werden.

Wie sind die Aufwände der beteiligten Mitarbeiter zu bewerten?
Ziel ist, durch einen intensiveren Kundenkontakt für alle beteiligten Mitarbeiter einen hohen individuellen Nutzen bei weniger Arbeitsaufwand zu erreichen. Für den Einzelnen heißt das aber erst einmal: mehr Arbeit. Je nach Wissensstand und Aufgabenbereich sind dies erfahrungsgemäß zwei Stunden pro Woche. Dies sollte sich spätestens nach sechs Monaten ins Positive umkehren.

Sie können jetzt abschätzen, was Sie in digitalen Netzen erreichen könnten, und haben ein ungefähres Gefühl dafür, wie hoch der Aufwand dafür wäre. Wie ist jetzt Ihr Bauchgefühl? Wenn Sie immer noch unsicher sind, werfen Sie einen Blick auf die folgenden Aspekte:

Was macht mein Wettbewerb in digitalen Netzen?
In vielen Branchen werden Sie feststellen, dass die wichtigsten Unternehmen in digitalen Netzen bereits präsent sind. Das heißt aber nicht, dass nicht auch die eine oder andere Geldverbrennungsmaschine dabei ist. Nicht nur die Zahl der Fans oder Follower ist maßgeblich, sondern die Interaktionen und Diskussionen der Fans, die die Präsenz erzeugt und vorantreibt.

Welche Risiken gehe ich mit meiner Marke in einer offenen Diskussion ein?
Könnte Ihr Raum von Protestgruppen gestürmt werden? Gibt es Aspekte Ihres Angebot, gegen die Sie nicht oder nur schwer argumentieren könnten? Ist Ihr Wettbewerb hier schon einmal in die Kritik geraten? Gute Gründe, etwas vorsichtiger zu sein. Aber Achtung: keine eigene Präsenz heißt auch, die Diskussion aus der Hand geben und nicht steuern können. PR-Maßnahmen helfen Ihnen in digitalen Netzen nicht, sie verschlimmern nur noch die Diskussion. Ein vorbereitendes Risikomanagement kann an dieser Stelle ein guter Einstieg sein.

Die Entscheidung für oder gegen eine Präsenz in digitalen Netzen ist keine einfache. Die Entscheidung gegen eine Präsenz kann sinnvoll sein, wenn die Aufwände den Nutzen übersteigen oder Sie mit den Anforderungen sozialer Netze die kommunikativen Fähigkeiten des Unternehmen überfordern würden. Es müssen dann grundlegende Vorbereitungen getroffen werden, um den Einstieg zu ermöglichen. Wenn es der Nutzen rechtfertigt.

Sie sollten es sich mit der Ablehnung oder dem Einstieg nicht zu einfach machen. Aber auch nicht zu schwer. Es betrifft unterschiedlichste Bereiche Ihres Unternehmens, nicht nur Marketing und Vertrieb. Sie eröffnen sich neue Wege für Entwicklung und Produktion, finden neue Absatzmärkte, neue Finanzierungsoptionen, neue Mitarbeiter. Sie bekommen Erkenntnisse über alle Aspekte Ihrer Marke. Sie bekommen präzise Voraussagen über Kundenverhalten und Marktentwicklung. Digitale Kommunikation verändert die Unternehmenskultur, gibt Ihnen neue Managementwerkzeuge und verbesserte Kontrolle über Ihre Prozesse. Dafür lohnt es sich, ein wenig nachzudenken. Hier ein paar Beispiele, was Sie konkret erreichen können:

Sie stärken die interne Zusammenarbeit und brechen die Silos auf. Sie erweitern die vorhandenen Werkzeuge für einen verbesserten internen Dialog, Ihr Unternehmen wird langfristig einfacher zu führen: Details als PDF

Sie setzen neue Technologie gezielt in Ihren Produkten ein, senken die Entwicklungskosten und bringen bessere Produkte sicherer, schneller und erfolgreicher in den Markt: Details als PDF

Sie erreichen eine effektivere Betreuung Ihrer Bestandskunden und optimieren die Neukundenakquise. Sie senken die Kosten und steigern die Motivation im gesamten Vertriebsteam: Details als PDF

Sie vereinfachen und intensivieren den Kontakt zwischen Marke, Kunden und Interessenten. Sie binden Ihre Kunden stärker an die Marke und machen Sie zu Markenbotschaftern: Details als PDF

Ihr Unternehmen präsentiert sich als interessanter Arbeitgeber, gleichzeitig erhöhen Sie die Motivation aller Mitarbeiter: Details als PDF

Digitale Kommunikation erweitert die Möglichkeiten Ihres Unternehmens – nicht die Anzahl der Schreibtische.

Machen Sie jetzt eine Standortbestimmung. Klären Sie, welchen Einfluss digitale Kommunikation auf das Geschäftsmodell und die Zukunft Ihres Unternehmens hat. Welche neuen Chancen sich ergeben, für Ihre Branche insgesamt, und für Ihr Unternehmen im Besonderen. Meine Analyse betrachtet Ihre Prozesse ebenso wie die Unternehmenskultur und die individuelle Fähigkeit zur Adaption an neue Entwicklungen. Sie ist neutral, stellt neue Fragen und wird nicht von existierenden Prozessen in ihren möglichen Ergebnissen eingeschränkt (keine Conceptual blindness).

Ihr Investment: Drei Stunden Zeit. Gemeinsam analysieren wir Ihr Geschäftsmodell und ermitteln die Fähigkeiten Ihres Unternehmens zur Adaption neuer Strukturen und Prozesse.

Wir werfen einen Blick auf die vorhandene Kommunikation ebenso wie auf die des Wettbewerbs. Gemeinsam entwickeln wir neue Ideen, welchen Weg das Unternehmen von seinem jetzigen Standort aus nehmen kann.

Hierbei geben Sie den Rahmen vor, in dem wir uns bewegen werden. Auf Wunsch betrachten wir auch spezifische Abteilungen, Bereiche oder einzelne Marken.

Sie bekommen im Anschluß eine detaillierte Analyse mit den erarbeiteten Ergebnissen sowie Empfehlungen für Sofortmaßnahmen, die schnell und einfach umgesetzt werden können.

Ich nehme Bezug auf individuell vorhandene oder zu erwartende Risiken für Ihr Unternehmen. Meine Analyse versetzt Sie in die Lage, die erarbeiteten Ideen weiter zu vertiefen sowie verschiedene Umsetzungsangebote einzuholen und zu vergleichen.

Ein digitales Unternehmen bauen Sie nicht an einem Nachmittag. Bereiten Sie Ihr Unternehmen jetzt vor. Ermitteln Sie Ihren Standort, und setzen Sie klare, realistische und erreichbare Ziele.

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